Der umfangreichste Einsatz begann um 10.48 Uhr an der Straße Dürerring. Mehrere Anwohner hatten eine starke Rauchentwicklung aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses gemeldet. Als die ersten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Lehrte, Aligse und Steinwedel eintrafen, bestätigte sich die Lage, dichter schwarzer Rauch drang aus einem Kellerfenster. Da alle Bewohner das Gebäude bereits eigenständig verlassen hatten, konnten die Feuerwehrkräfte umgehend mit der Brandbekämpfung beginnen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging in den Keller vor, hatte jedoch zunächst Schwierigkeiten, den eigentlichen Brandherd aufgrund der starken Verrauchung zu lokalisieren. Um bessere Sichtverhältnisse zu schaffen, ließ die Einsatzleitung zwei Kellerfenster gewaltsam öffnen, die davor angebrachte Vergitterung wurde mit hydraulischem Rettungsgerät entfernt. Anschließend wurde ein Druckbelüfter eingesetzt, um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken. Im Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, dass auch die Wohnung direkt oberhalb des Brandortes massiv verraucht war. Die Befürchtung, dass sich das Feuer bereits auf die Wohnung ausgebreitet haben könnte, bestätigte sich nicht. Der Rauch war über eine direkte Öffnung zwischen Keller und Wohnung aufgestiegen. Gegen 11.32 Uhr konnte die Einsatzleitung schließlich „Feuer unter Kontrolle“ melden. Um weitere Gefahren auszuschließen, schaltete der Energieversorger das Gebäude anschließend von der Gas-, Wasser- und Stromversorgung ab. Besonders die durch das Feuer und die Hitze beschädigten Stromleitungen stellten für die Einsatzkräfte ein erhebliches Risiko dar. Für die Nachlöscharbeiten wurde zusätzlich die Ortsfeuerwehr Ahlten angefordert, die sich gerade auf dem Rückweg von einem anderen Einsatz befand. Erst gegen 14 Uhr konnten die Maßnahmen beendet und die Einsatzstelle nach abschließender Kontrolle mit der Wärmebildkamera an die Polizei übergeben werden. Während des Einsatzes unterstützte die Hygiene-Komponente der Stadtfeuerwehr die Feuerwehrleute direkt vor Ort. Die insgesamt 14 eingesetzten Atemschutzgeräteträger konnten ihre kontaminierte Ausrüstung austauschen, sich reinigen und frische Einsatzkleidung anlegen.
Sowohl der betroffene Kellerbereich als auch die Wohnung unmittelbar über dem Brandherd sind derzeit unbewohnbar. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren 58 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen beteiligt. Zudem waren Rettungsdienst, Energieversorger und Polizei vor Ort.
Zuvor, schon um 7.30 Uhr am 19. Oktober, waren die Ortsfeuerwehren Lehrte und Hämelerwald zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A2 zwischen Hämelerwald und Peine gerufen worden. Dort waren zwei Lastwagen seitlich zusammengestoßen. Einer der beteiligten Lkw kam dabei von der Fahrbahn ab und landete in einem Straßengraben. Die zunächst in einem der LKW gemeldete eingeklemmte Person bestätigte sich nicht. Allerdings wurde der Dieseltank eines der Unfall-LKW beschädigt, sodass Kraftstoff austrat. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, stellte den Brandschutz sicher, nahm ausgelaufenen Diesel auf und pumpte den noch vorhandenen Kraftstoff in einen anderen Behälter um. Beide Fahrer blieben unverletzt.
Noch während der Löscharbeiten im Dürerring wurden die Einsatzkräfte um 11.02 Uhr zu einem weiteren Einsatz alarmiert. Am Sedanplatz benötigte der Rettungsdienst Unterstützung bei einer Notfall-Türöffnung. Da ein Großteil der Ortsfeuerwehr bereits beim Kellerbrand eingesetzt war, konnte zunächst nur ein Fahrzeug mit drei Kräften entsandt werden. Zur Unterstützung wurde deshalb die Ortsfeuerwehr Ahlten nachalarmiert. Die Feuerwehr verschaffte dem Rettungsdienst schnell Zugang zur Wohnung. Anschließend übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung der Patientin.