Mit dem Gottesdienst möchte die Kirchengemeinde eine Verbindung zwischen Halloween und dem Reformationstag schaffen. Martin Luther habe sich intensiv mit den Ängsten seiner Zeit beschäftigt und im Glauben Halt und Zuversicht gefunden. Zugleich habe er die Alltagskultur der Menschen aufgegriffen, um christliche Inhalte verständlich zu vermitteln. „Wir wollen Ängsten nicht ausweichen oder sie totschweigen, sondern Kindern und Familien im geschützten Rahmen zeigen, dass Vertrauen und Mut stärker sind als jede Finsternis“, erklärt Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel. Die spielerische Begegnung mit unheimlichen Gestalten und das Verkleiden sollen Kindern helfen, Ängste zu überwinden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Der Gottesdienst richtet sich an Kinder, Eltern, Großeltern und alle weiteren Interessierten. Verkleidungen sind ausdrücklich willkommen, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Ob als Gespenst, Hexe oder Martin Luther – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Im Anschluss lädt die Gemeinde zum Kirchencafé ein. Die St.-Marcus-Kirche bleibt bis 19.30 Uhr geöffnet. Kinder, die am Halloweenabend im Dorf unterwegs sind, können zwischen 18 und 19.30 Uhr an der Kirche vorbeischauen und sich etwas Süßes abholen.
Wer den Reformationstag mit einem traditionellen Gottesdienst begehen möchte, hat dazu ebenfalls Gelegenheit: Die St.-Petri-Kirchengemeinde in Großburgwedel lädt am selben Abend um 19 Uhr zu einem regionalen Festgottesdienst ein.