Einwald blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Die Öffnungszeiten waren zwar auf das Wochenende begrenzt, doch habe es bei schönem Wetter einen starken Betrieb im Café und im Biergarten gegeben. Insbesondere Radfahrer hätten das Ausflugslokal am Würmsee angesteuert. „Wir haben zu 99 Prozent eine positive Resonanz bekommen“, sagt der 59-jährige Gastronom, der 30 Jahre Erfahrung in der Branche mitbringt.
Mit den sogenannten Würmseeterrassen startete Einwald am 1. Mai. Anfangs sei es noch schwierig gewesen, weil es keine Stromversorgung in den zwei Hütten gegeben habe. Das sei nun Geschichte. „Ich habe eine Menge Vorarbeit geleistet“, sagt der Betreiber. Er ist in Burgwedel aufgewachsen und zur Schule gegangen. Im Biergarten habe er diesen Sommer viele alte Bekannte wiedergesehen.
Einwald meint, sich einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeitet zu haben. Die Menschen wüssten jetzt, dass es am Würmsee etwas zu trinken und zu essen gibt. Er hebt den selbst gebackenen Kuchen hervor, den laut Einwald eine Mitarbeiterin, die gelernte Bäckerin ist, herstellt. „Unser Ambiente war von Anfang an zünftig“, sagt er. Die Gäste hätten sich nicht daran gestört, dass etwa zwei Tische nicht zusammengepasst hätten.
Mittlerweile steht fest, dass die Region Hannover die Außenbewirtung am Würmsee untersagt. Bis Ende Oktober werde der Betrieb geduldet. „Im nächsten Jahr nicht mehr“, sagt Einwald. Seinen Angaben nach ist eine Bestuhlung auf der Grünfläche erlaubt. Seine zwei Buden aber müsse er abbauen. „Dabei wären Bratwurst und Glühwein auch während der kalten Jahreszeit ein attraktives Angebot am Würmsee“, sagt der Betreiber. In welche Richtung es nun weitergehen wird, weiß Einwald nicht.
Eigentlich gibt es eine Gaststätte am Würmsee. Der Realverband Kleinburgwedel ist der Verpächter des Gebäudes. Weil der Verband keinen Pächter für das Lokal fand, durfte Einwald mit seiner Gastronomie unter freiem Himmel eine Saison lang die Besucherinnen und Besucher bewirten. „Die Bewirtung war von vornherein befristet und auf die Saison 2026 begrenzt“, sagt der Realverbandsvorsitzende Christoph Henke.
Laut Henke befindet sich der Realverband derzeit in vertraulichen Gesprächen mit potenziellen Betreibern – und das in mehreren Richtungen. „Ich bitte um Geduld“, sagt der Vorsitzende. Sobald es Neues gebe, wolle der Realverband das auch verkünden. Henke rechnet mit der Bekanntgabe allerdings erst Anfang 2027.
„Wir wissen, dass die Gaststätte absolut kein Highlight ist“, sagt der Chef des Realverbandes Kleinburgwedel. Deshalb könnte es schwierig werden, jemanden zu finden, der investiert und zugleich die Gastronomie führt. Bemerkenswert findet Henke, dass der Würmsee eine starke Anziehungskraft auf Besucherinnen und Besucher ausübt. Der See sei auch ohne Wasser bei der extremen Trockenheit im Sommer für Gäste attraktiv gewesen. Schon deshalb würde ein funktionierendes Lokal dem Würmsee gut stehen. Und fügt einschränkend an: „Eine Lösung ist jetzt noch nicht in Sicht.“