Im Mittelpunkt stand die persönliche Vernetzung der Beteiligten. Denn gerade bei der Unterstützung von Familien mit kleinen Kindern ist es wichtig, dass Fachkräfte über die Zuständigkeiten und Angebote anderer Einrichtungen informiert sind und bei Bedarf schnell Kontakte herstellen können.
Yvonne Burlage, Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen der Gemeinde Isernhagen, hatte das Treffen organisiert. Das Netzwerk umfasst zahlreiche Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien von der Schwangerschaft bis zum sechsten Lebensjahr. Beim ersten gemeinsamen Treffen erhielten die Beteiligten Gelegenheit, die verschiedenen Angebote und die dahinterstehenden Ansprechpartner persönlich kennenzulernen.
Bürgermeister Tim Mithöfer betonte in seinem Grußwort die Bedeutung eines gut funktionierenden Unterstützungsnetzwerks für Familien. Als Vater von Zwillingen kenne er auch aus eigener Erfahrung die Herausforderungen des Familienalltags und wisse, wie wertvoll verlässliche Ansprechpartner und passende Hilfsangebote sein können.
Die Bandbreite der vertretenen Einrichtungen verdeutlichte, wie vielfältig die Frühen Hilfen aufgestellt sind. Zu den Teilnehmern gehörten Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Krippen und Schulen ebenso wie Hebammen, Vertreter der Lebensberatungsstelle und der Hebammensprechstunde. Auch das Frühhilfenkoordinierungszentrum der Region Hannover, Verfahrenslotsen, das Familienzentrum, Schulärzte sowie Fachkräfte aus dem Bereich Bildung und Teilhabe waren vertreten.
Einen fachlichen Schwerpunkt setzte die Psychologin Lena Köhler von der Lebensberatungsstelle Burgwedel, Isernhagen und Wedemark. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Ansteckende Gefühle?“ beschäftigte sie sich mit dem Umgang mit Emotionen im Berufsalltag. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Gefühle in der täglichen Arbeit mit Menschen spielen und wie Fachkräfte damit umgehen können.
Im Anschluss bot ein „Markt der Möglichkeiten“ Gelegenheit, die verschiedenen Unterstützungsangebote näher kennenzulernen. Die Teilnehmer konnten sich über Aufgaben und Zuständigkeiten informieren, Fragen stellen und persönliche Kontakte knüpfen.
Das Netzwerktreffen sollte damit nicht nur einen Überblick über die vorhandenen Hilfsangebote vermitteln, sondern auch die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit schaffen. Davon sollen letztlich vor allem die Familien in Isernhagen profitieren: Wenn Fachkräfte einander kennen und über kurze Wege miteinander kommunizieren können, lassen sich passende Unterstützungsangebote leichter vermitteln.