Historiker präsentiert Forschungsergebnisse

Erinnerungsstein am Eisenbahnlängsweg.Stadt Lehrte
Lehrte. Am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr präsentiert der promovierte Historiker Heiko Arndt in der städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1, seine Forschungsergebnisse zum Thema „Zwangsarbeiterlager in Lehrte um 1942“ in einem Vortrag. Bürgermeister Frank Prüße wird eröffnen.

Zum Hintergrund: Im Auftrag der Stadtverwaltung hat Heiko Arndt in einem dreijährigen Forschungsprojekt die Bedeutung von Lehrte im System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit herausgearbeitet. Als Eisenbahn-Knotenpunkt befand sich auf dem Stadtgebiet seit 1942 ein großes Durchgangslager, in dem vor allem Menschen aus Osteuropa registriert, entlaust und an Arbeitsplätze in Nordwestdeutschland weitergeleitet wurden. Daneben existierten weitere Zwangsarbeitslager mit Tausenden Insassen vor Ort.

Die Ergebnisse der Forschung sind in einem Buch im Wehrhahn Verlag erschienen. Erstmals wurden ausführlich die Umstände in den Lagern und auch der Terror näher beschrieben, dem die ausländischen Arbeitskräfte ausgesetzt waren. Zudem gab es in Lehrte ungewöhnlich viele Todesfälle unter Zwangsarbeitern und ihren mitverschleppten Angehörigen, die auf Lehrter Friedhöfen begraben wurden.

Der Vortrag gibt einen knappen Einblick in die dreijährige Forschungsarbeit und stellt weitere Forschungs- und Vermittlungsvorhaben vor. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

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