Ganztagsschule läuft gut an
Zwei Monate nach dem Start des neuen Modells fällt die erste Bilanz von Stadt und Eltern positiv aus

In den Herbstferien haben pro Tag 29 bis 47 Kinder die Betreuung in der Astrid-Lindgren-Grundschule besucht.Foto: Stadt Burgdorf
Burgdorf (. bud). Wer nach den Sommerferien 2026 eingeschult wurde, hat in Niedersachsen ein Recht auf eine Ganztagsbetreuung. Was das Land zunächst für alle Erstklässlerinnen und Erstklässler vorsah, weitete die Stadt Burgdorf direkt auf alle vier Klassenstufen aus. Die Einführung des Ganztags an Burgdorfs fünf Grundschulen bedeutete gleichzeitig das Ende des Hortbetriebs. Eine Entscheidung, die sich bewährt hat?

„Der Start des Ganztagsbetriebs ist an den Burgdorfer Grundschulen aus Perspektive der Abteilung Jugendpflege gut verlaufen“, teilt Stadtsprecher Sebastian Kattler mit. Demnach haben sich von den 1378 Grundschülerinnen und Grundschülern 1143 für den schulischen Ganztag angemeldet. Das entspricht einer Quote von rund 83 Prozent. Betreut werden sie in der Zeit von 7.30 bis 15.30 Uhr.

Neben der regulären Ganztagsbetreuung an den Schulen bietet die Stadt auch eine sogenannte Randzeitenbetreuung an. Diese erstreckt sich über 30 Minuten am Morgen von 7 bis 7.30 Uhr sowie 90 Minuten am Nachmittag von 15.30 bis 17 Uhr. Ein solches Angebot fehlte zunächst in den Ursprungsplänen der Stadtverwaltung und wurde durch den Rat erst nachträglich beschlossen. Anlass für das überarbeitete Konzept war, dass einige Eltern – nach der Abschaffung des Hortes – die Betreuung ihres Kindes nicht hätten sicherstellen können.

Kattler zufolge wird die Randzeitenbetreuung seit Beginn des laufenden Schuljahres zuverlässig angeboten. So bestehe derzeit an drei der fünf Grundschulen ein von Familien angemeldeter Bedarf an einer Betreuung über acht Stunden hinaus: Das betrifft 13 Kinder an der Astrid-Lindgren-Grundschule, zwölf an der Ingo-Siegner-Grundschule und drei an der Gudrun-Pausewang-Grundschule. „Alle für das erste Schulhalbjahr für die Randzeitenbetreuung angemeldeten Kinder haben einen Platz erhalten“, so Kattler. Von den insgesamt 28 Kindern geht eines in die erste Klasse, 14 in die zweite, sechs in die dritte und sieben in die vierte Klasse.

Schwierigkeiten, das Angebot umzusetzen, gebe es dabei aktuell keine. Dies bestätigt auch Stefanie Schütte als stellvertretende Vorsitzende des Stadtelternrats. Die Elternschaft sei bisher sehr zufrieden, negative Äußerungen seien bisher nicht an sie herangetragen worden. Den Eltern zufolge sei die Randzeitenbetreuung sehr zufriedenstellend, und „die Kinder würden gerne hingehen“, so Schütte.

Zwar habe manch eine Familie zunächst noch Nachfragen zum Anmeldeverfahren gehabt, um alles richtig zu machen. Letztlich scheine es aber an allen Schulen gelungen zu sein. „Die Zuverlässigkeit und auch die fachliche wie menschliche Kompetenz der Mitarbeiter sind super, und die Kinder fühlen sich sehr wohl“, sagt Schütte im Namen der Elternschaft.

In den Herbstferien gab es auch erstmals eine Ferienbetreuung als Teil des neuen Ganztagkonzepts. Wie in der Schulzeit wurden die Kinder ebenfalls montags bis freitags täglich acht Stunden betreut. Insgesamt waren dafür 67 Kinder angemeldet. Durch die Möglichkeit, die Betreuung flexibel wochenweise oder auch nur für einzelne Tage zu buchen, verteilte sich die Zahl der angemeldeten Kinder auf die zehn Betreuungstage der Herbstferien. Je nach Tag haben zwischen 29 und 47 Kinder gleichzeitig an der Ferienbetreuung teilgenommen.

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