Giftpilze auf dem Spielplatz
Teilfläche an der Leuschnerstraße in Burgdorf gesperrt

Der Grüne Knollenblätterpilz ist hochgiftig.Foto: privat
Burgdorf (. r/fh)Wegen hochgiftiger Pilze hat die Stadt Burgdorf einen Teil des Spielplatzes an der Leuschnerstraße vorübergehend gesperrt. Beschäftigte der städtischen Servicebetriebe entdeckten bei Routinekontrollen in den vergangenen Tagen vermehrt Grüne Knollenblätterpilze. Ihr Verzehr kann lebensgefährliche Vergiftungen auslösen.

Die Stadt bittet Eltern und andere Aufsichtspersonen, die Absperrungen zu beachten und die betroffenen Bereiche nicht zu betreten. Sie sollen Kinder auf die Gefahr aufmerksam machen und verstärkt darauf achten, dass diese keine Pilze essen. Vergiftungssymptome treten häufig erst mehrere Stunden nach dem Verzehr auf. Besteht der Verdacht, dass ein Grüner Knollenblätterpilz oder Teile davon gegessen wurden, muss unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wie lange die Sperrung dauert, hängt vom weiteren Pilzwachstum ab: Die Flächen werden erst freigegeben, wenn bei den Kontrollen keine neuen Pilze mehr festgestellt werden. Die Servicebetriebe kontrollieren die betroffenen Bereiche regelmäßig und entfernen die Pilze. Bei günstiger Witterung können sich allerdings innerhalb eines Tages neue Fruchtkörper bilden. Vorübergehende Sperrungen sollen dann das Risiko schwerer Vergiftungen reduzieren.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung wegen des vermehrten Auftretens des Grünen Knollenblätterpilzes Spielplätze gesperrt. Seit Beginn der aktuellen Pilzsaison beobachtet sie die Plätze deshalb intensiv und wägt ab, wo Absperrungen nötig sind. Je nach Lage könnten in den kommenden Wochen bestehende Sperrungen ausgeweitet oder weitere Spielplätze gesperrt werden.

Schützendes Laub, Niederschläge und lockere Böden können laut Stadt das Wachstum Grüner Knollenblätterpilze begünstigen. Solche Böden finden sich beispielsweise im Fallschutzsand auf Spielplätzen. Die Sporen verbreiten sich auf verschiedenen Wegen; das weitreichende unterirdische Pilzgeflecht, das Myzel, verhindert nach Angaben der Verwaltung eine dauerhafte Bekämpfung.

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