Versorgung mit Löschwasser geübt
Feuerwehrbereitschaft legt Schlauchleitungen über große Strecken

Mittels Wasserwerfern wird im Übungsszenario gelöscht.Foto: Feuerwehrbereitschaft
Altkreis. Die Feuerwehrbereitschaft mit Einsatzkräften aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze hat am 25. September eine Übung unter der Leitung von Tim Herrmann absolviert. Der für die Übung gewählte Name „Flackwörde“ geht auf einen historisch überlieferten Flurnamen im Bereich Hänigsen/Wathlingen zurück, in dem die Übung stattfand. An der Feuerwache in Hänigsen erhielten die Führungskräfte und Zugführer eine Einweisung in das Übungsszenario sowie ihre jeweiligen Einsatzaufträge. Parallel dazu wurde die Koordinierung der Einheiten am Feuerwehrgerätehaus in Wathlingen eingerichtet. Das Übungsziel bestand nicht allein darin, das Löschen von Vegetations- und Waldbränden zu trainieren, sondern eine Löschwasserversorgung für einen längeren Zeitraum aufzubauen. Dafür waren zwei voneinander unabhängige Übungsszenarien vorbereitet worden. Beim ersten Szenario kamen Einheiten der Bereitschaft im Bereich der Fuhse zum Einsatz. An der Fuhsebrücke richteten die Einsatzkräfte zunächst eine Wasserentnahmestelle ein. Von dort musste das benötigte Löschwasser über zwei Schlauchleitungen und eine Strecke von rund 1.600 Meter entlang des Triftweges bis zu einem Waldstück im Bereich der Straße Schwarzer Weg gefördert werden. Am Ende der Förderstrecke hatten die Einsatzkräfte zwischenzeitlich einen Wasserübergabepunkt mit einem Ausgleichsbehälter eingerichtet und von dort aus die angenommene Brandbekämpfung aufgebaut. Dass bei solchen Einsatzlagen neben einer guten Planung auch Improvisationsvermögen gefragt sein kann, zeigte sich im Verlauf der Schlauchstrecke. Ein breiter Graben musste überwunden werden, ohne den Wassertransport zu beeinträchtigen. Die Einsatzkräfte errichteten deshalb aus Steckleiterteilen eine provisorische Brücke, über die die Leitung sicher über das Hindernis geführt werden konnte.

Ein anderes Vorgehen trainierten die Einsatzkräfte beim zweiten Szenario. Hier musste die Wasserversorgung mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im sogenannten Pendelverkehr sichergestellt werden. Im Bereich des Sportvereins VfL Wathlingen hatte die Ortsfeuerwehr Bröckel eine Wasserentnahmestelle eingerichtet. Gleichzeitig wurde in der Nähe des Kaliberges ein weiterer Wasserübergabepunkt aufgebaut und die Brandbekämpfung vorbereitet. Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge nahmen an der Wasserentnahmestelle Löschwasser auf und transportierten es anschließend zu dem etwa einen Kilometer entfernten Übergabepunkt. Dort speisten sie das Wasser in zwei Ausgleichsbehälter ein, aus denen wiederum die Löschfahrzeuge an der angenommenen Brandstelle versorgt wurden. Die besondere Herausforderung bestand darin, die Fahrbewegungen der einzelnen Tanklöschfahrzeuge genau aufeinander abzustimmen. Nur durch einen gleichmäßigen Pendelverkehr zwischen Wasserentnahme- und Wasserübergabestelle konnte gewährleistet werden, dass kontinuierlich ausreichend Löschwasser für die Brandbekämpfung zur Verfügung stand. Damit trainierten die Einsatzkräfte ein Verfahren, das insbesondere dann nötig ist, wenn sich Einsatzstellen weit entfernt von Wasserentnahmestellen befinden.

Nach Abschluss der beiden Szenarien zog Tim Herrmann gemeinsam mit den Zugführern eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einheiten funktionierte reibungslos und die vorgegebenen Übungsziele wurden erreicht.





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