Beitritt zu „Wir für Uetze“
Gemeinde gehört jetzt dem Verein an und zahlt Mitgliedsbeitrag sowie pro Einwohner 50 Cent Beitrag im Jahr

Auch der Gastrocontainer ist ein Angebot des Vereins "Wir für Uetze".Foto: "Wir für Uetze"
Uetze (. swa). Nach einer kurzen Diskussion hat der Rat der Gemeinde Uetze mehrheitlich bei sechs Enthaltungen den Beitritt beschlossen: Die Kommune ist künftig Mitglied im Verein „Wir für Uetze“ (WfU). In einer kurzen Debatte wurde jedoch deutlich, dass sich einige Ratsvertreter in der Tat an einem Teil des Namens stören.

Das müsse aber niemand, betonte Uetzes Bürgermeister Florian Gahre (SPD). Schließlich heiße die Gemeinde nun einmal Uetze – und eben nicht nur ein einzelner Ort. Die Bemühungen des Vereins, sich auch in den anderen Dörfern zu präsentieren, seien inzwischen auch erkennbar, unterstrichen Dirk Rentz (CDU) und Rudolf Schubert (SPD).

Der Hintergrund: Der erst 2024 gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität in der Gemeinde Uetze zu stärken und die Belebung aller neun Ortschaften aktiv zu fördern. Dazu vernetze er die Bürgerschaft, Wirtschaft, Vereine, Institutionen und letztlich die Verwaltung und setze Projekte zur Stärkung der Gemeinde um, heißt es in der Drucksache, über die die Ratsmitglieder in der Sitzung am 8. Oktober befinden mussten.

Zu den Zielen von „Wir für Uetze“ gehören neben der Belebung der Ortskerne auch die Verbesserung der Infrastruktur und die Stärkung der Gemeinde Uetze als attraktiver Wohn-, Wirtschafts- und Freizeitstandort. Durch gezieltes Standortmarketing und die Förderung lokaler Entwicklungen sollen die Anziehungskraft der Gemeinde erhöht und ihre Bekanntheit über die Regionsgrenzen hinaus gesteigert werden.

Rentz erinnerte daran, dass genau das der Verein mit der Organisation des überregional bekannten Zwiebelfestes schon macht. Der dabei einzige verkaufsoffene Sonntag in der Gemeinde spüle zudem zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen in die kommunale Kasse, sagte der Christdemokrat. Ferner ist WfU mit den monatlichen After-Work-Treffen außer in Uetze auch regelmäßig in Hänigsen aktiv.

Sozialdemokrat Schubert ergänzte, dass der Verein „Wir für Uetze“ anderen Vereinen zudem hilfreich bei der Organisation von diversen Veranstaltungen zur Seite stehe. Ganz allgemein leistet WfU einen wichtigen Beitrag für mehr Leben in der Kommune und trägt zur positiven Außendarstellung der Gemeinde bei. Allein das jährlich stattfindende Zwiebelfest sei mit mehr als 10.000 Besucherinnen und Besuchern nicht nur die größte Veranstaltung in Uetze, sondern wohl auch das bedeutendste Aushängeschild über die Regionsgrenzen hinaus.

Der Beschluss des Rates, dass die Gemeinde Vereinsmitglied wird, ist „eine Entscheidung mit Weitblick und in die Zukunft gerichtet“, betonte Gahre. Der jährliche kommunale Zuschuss soll auch dazu dienen, das Zwiebelfest langfristig zu erhalten. Zudem sichere das die weiteren gemeinwohlorientierten Projekte und Veranstaltungen.

Neben dem üblichen Mitgliedsbeitrag lässt sich die Kommune den Beitritt pro Einwohnerin und Einwohner pro Jahr 0,50 Euro kosten. Das entspricht derzeit einer jährlichen Gesamtsumme von circa 10.000 Euro. Vergleichbare Fördermodelle bestehen bereits in anderen Kommunen. So unterstützt die Stadt Burgdorf ihren Stadtmarketingverein mit einem Euro pro Bürgerin und Bürger.

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