In einer Sitzung des Schul-, Bildungs- und Sportausschusses äußerten sich einige Eltern besorgt wegen der ihnen mitgeteilten Pläne. Laut der Verwaltung handelt es sich jedoch nur um Ideenskizzen. Das bestätigt die Gemeinde auch auf Nachfrage: Es gibt aktuell keine Beschlüsse und keine konkreten Pläne.
Worum geht es konkret? Die den Eltern gezeigten Pläne sehen vor, auf dem Grundstück des noch vorhandenen Hallenbades und der Turnhalle sowie auf dem Fußballplatz Wohn- und Seniorenbebauung zu errichten. „Wenn das realisiert werden würde, müsse der aktuelle Bolzplatz inklusive des Baumbestands einer Wohnbebauung weichen“, sagt eine Elternvertreterin, die ihren Namen in der Zeitung nicht lesen möchte.
Das sehen die Eltern kritisch. Für eine verlässliche Grundschule, bei der die Kinder von 7.30 bis 16 Uhr in der Schule sind, sei auch Bewegung und somit entsprechend viel Spielraum im Freien notwendig. Zudem werden die Sommermonate immer heißer. Nach Ansicht der Elternvertreterin braucht es daher genug Bäume für Schatten auf dem Schulhof.
Die Elternschaft der Grundschule Birkenwäldchen sei nun alarmiert, sagte die Elternvertreterin. Die Planung machten die Eltern in sozialen Medien öffentlich. Worauf sich einige Politiker von CDU, SPD und FDP bei Facebook und Instagram zu Wort meldeten. „Die Veröffentlichung sorgte noch vor der Kommunalwahl für Aufregung“, berichtet die Elternvertreterin.
Daraufhin besuchten einige Eltern den Schulausschuss. Aus der Politik hieß es jedoch, es gebe keine entsprechenden Beschlüsse und es handele sich lediglich um Ideen. Mehrere Reaktionen von Politikern folgten, die sich teilweise widersprachen. Die Eltern sind weiterhin besorgt und verärgert.
Unterdessen fragt sich die Elternschaft, warum eine Ideenskizze, die die Verkleinerung des Schulhofs um die Hälfte vorsieht, bereits diskutiert werde. „Offensichtlich sind die Ideen, die im Raum stehen, schon so konkret, dass ein Architektenbüro beauftragt wurde“, mutmaßt die Elternvertreterin. Oder sind die Ideen versehentlich an die Öffentlichkeit gelangt?
Für Verwunderung bei den Eltern sorgte auch ein Flyer der CDU. Darin werbe die Partei für barrierefreie Wohnungen für Senioren und Singles, zum Beispiel durch die gezielte Entwicklung am Birkenwäldchen, berichtet die Elternvertreterin. Mittlerweile habe sie erfahren, dass diese Planungen nicht den Pausenhof der Grundschule beinhalten.
Laut der Verwaltung gibt es keine Beschlüsse und keine konkreten Pläne. Gleichwohl heißt es aus dem Rathaus: „Wir befinden uns im Prozess, erste Ideen mit verschiedenen Optionen zu sammeln.“ Der Grund: Die Grundschule am Birkenwäldchen soll saniert werden und erhält eine neue Mensa. Bei der Gesamtplanung werde auch die Überarbeitung des Schulhofs mitgedacht, teilt die Rathaussprecherin Svenja Theunert mit. Die ersten Arbeiten sollen im Herbst mit dem Abbruch des D-Traktes starten. „An dieser Stelle soll später die neue Mensa entstehen.“
„Es werden erste Ideen skizziert“, sagt die Rathaussprecherin. Diese werden im ersten Schritt mit der Schulleitung besprochen. Wie kann man das Außengelände zukunftsfähig gestalten? Was braucht die Schule? Was ist auf der Fläche möglich? Vor allem um diese Fragen geht es. „Weitere Beteiligungsprozesse werden im weiteren Verlauf der Planung erfolgen“, so Theunert. Ein Ratsbeschluss stehe noch aus. Die dafür erforderlichen Vorbereitungen seitens der Verwaltung erfolgen derzeit.